Emirate sind verzweifelt – Sie verbreiten: „Türkei und Erdogan sind böse“

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Ungefähr eine Woche, nachdem der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdullah bin Zayed al-Nahyan, mit seinen Verleumdungen über Türken und Osmanen einen Streit zwischen den beiden Ländern auslöste, hat nun ein weiterer hochrangiger Beamter aus den Emiraten die Türkei angegriffen.

Dhahi Khalfan Tamim, der stellvertretende Leiter der Polizei und der öffentlichen Sicherheit des Emirats Dubai, veröffentlichte eine Reihe von Tweets, in denen er behauptet, dass die Türkei unter Präsident Erdoğan böse wäre und dass die Türkei sowie Katar Teil einer Geheimorganisation wären. Beide Länder würden darauf abzielen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien anzugreifen.

In seinen Posts auf dem Micro-Bloggingdienst Twitter sagte Khalfan:

„Die Türkei, die von Erdoğan angeführt wird, ist ein böses Land. Wir müssen mit Tanzim al-Hamdeen (Hamdeen-Organisation) im Golf auf allen Ebenen kämpfen. Jegliches Zweifeln ist eine Unkenntnis der Ernsthaftigkeit dieser Organisation gegen uns. Der Plan der Türkei und Katar, wie ich es erwarte, und Gott weiß den Status des Nordens von Saudi-Arabien in Katar und die Basis in Suakin im Süden am Ende der sudanesischen Grenze dient dazu, die von der Muslimbruderschaft geplante Rebellion zu schützen, so dass diese die Flügel des Schutzes für die Organisation bleiben.“

Khalfan richtete in vorigen Tweets zahlreiche Beleidigungen gegen den türkischen Präsidenten.

Erdogan zu Emirate: Wo wart ihr, als Osmanen Medina verteidigten

Die angebliche Hamdeen-Organisation, die von Khalfan suggeriert wird, bezieht sich auf zwei Persönlichkeiten innerhalb Katars regierender al-Thani-Dynastie: Konkret sind der ehemalige katarische Emir Hamad Bin Khalifa al-Thani und der ehemaligen katarischen Außenminister Hamad bin Jassim bin Jaber al-Thani gemeint.

Für die Türkei sind die Vereinigten Arabischen Emirate nicht unschuldig. Dem Golfstaat wird vorgeworfen, Pläne zum Sturz der türkischen Regierung unterstützt zu haben. Auch sollen sich die Emirate auf die Seite der Putschisten beim gescheiterten Regierungssturz in der Türkei am 15. Juli 2016 gestellt haben, schreibt die türkische Zeitung Sabah. Die türkische Regierung wirft der Bewegung des Islam-Predigers Fetullah Gülen vor, der im US-Exil lebt, den Putsch mit einigen Militärs veranstaltet zu haben. Das Scheichtum konkurriert auch regional mit der Türkei und versucht Ankara insbesondere aus der arabischen Welt herauszudrängen.

Türkei ist zum Missfallen von Abu Dhabi Schutzpatron Katars

Auch in Bezug auf die jüngste Krise in Katar, das mit seinen Golfnachbarn in einen erbitterten Konflikt verwickelt wurde, teilen die beiden Länder nicht die gleiche Auffassung. Die Türkei drückte ihre Unterstützung für Katar zum Ausdruck, während die Vereinigten Arabischen Emirate Sanktionen gegen den türkischen Verbündeten Katar verhängte. Abu Dhabi wirft Katar vor, angeblich den Terrorismus zu unterstützen.

Ankara stand an vorderster Front bei der Bereitstellung von Hilfe für Katar, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. Die Türkei ist auch bestrebt, die militärischen Beziehungen mit dem Land zu stärken, indem sie gemeinsame militärische Übungen an ihrem Stützpunkt in Doha durchführt. Die Türkei errichtete in Katar eine Militärbasis für 3.000 Soldaten. Die Basis kann auch ausgebaut werden.

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Dhahi Khalfan Tamim, der 2,5 Millionen Follower auf seinem Twitter-Account hat, ist bekannt für seine harschen Bemerkungen, die im vergangenen Jahr für Aufregung sorgten in der arabischen Welt. Im März 2016 erklärte er, dass die Palästinenser ihr Streben nach einem unabhängigen Staat aufgeben und sich stattdessen mit Israel in einem vereinigten, binationalen Staat zusammenschließen sollten, der auch als Bündnis gegen „Feinde des Nahen Ostens“, also Iran, dienen würde.

Nach dem Terrorangriff durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ auf eine Moschee im ägyptischen Sinai, der am 24. November 305 Menschen tötete, verfasste Khalfan den folgenden Tweet:

„Das Bündnis muss die Maschine des Terrorismus bombardieren… den Kanal des IS, von al-Kaida und der al-Nusra-Front: Al Jazeera diese Terroristen.“

„Wie lange werden es [Al Jazeera] noch an der Sicherheit Ägyptens und der arabischen Welt herumpfuschen?“, fragte der emiratische Beamte, während der Fernsehsender als einer der wenigen Nachrichtenportale im Nahen Osten gehandelt wird, der für seinen Qualitätsjournalismus bekannt ist.

Khalfan kündigte zuvor an, dass er das Reiseverbot von US-Präsident Trump für sieben muslimische Länder „voll und ganz unterstützen“ werde. „Jedes Land hat das Recht, seine Sicherheit zu schützen… Trumpf, was Sie tun, ist richtig“, sagte er. Menschenrechtsorganisationen verurteilen die Entscheidung der US-Administration.

Im Oktober gerieten Khalfans Äußerungen erneut in Kontroversen, als er sagte, die einzige Möglichkeit, die Krise in Katar zu beenden, bestünde darin, dass Doha die Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 aufgeben muss.

Am Mittwoch sagte der Staats- und Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Anwar Gargash, es wäre notwendig, dass sich die arabischen Länder um die „arabische Achse“ Saudi-Arabien und Ägypten scharen müssten.

„Die sektiererische und parteiische Sichtweise ist keine akzeptable Alternative, und die arabische Welt wird nicht von Teheran oder Ankara angeführt werden“, schrieb er auf seiner offiziellen Twitter-Seite.

Erdoğan verteidigt osmanische Herrschaft über arabische Welt

Vergangene Woche ließ die Türkei den Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate zu Ankara einberufen, nachdem der Außenminister der Emirate, Sheich Abdullah bin Zayed al-Nahyan, einen Tweet geteilt hatte, der die türkisch-osmanischen Truppen beschuldigte, die heilige Stadt Medina vor einem Jahrhundert geplündert zu haben. Der Tweet bezog sich auf die dreijährige Verteidigung der für Muslime heiligen Stadt Medina. Die osmanische Armee wurde in der Region von Fahreddin Pascha während des ersten Weltkrieges gegen aufständische arabische Stämme, die von den Briten unterstützt wurden, kommandiert.

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Erdoğan kommentierte bei einer Preisverleihung in Ankara:

„Während Fahreddin Pascha die Verteidigung von Medina leitete, hast du, der Unglückliche, uns verleumdet, wo waren deine Vorfahren?“

„Herrscher einiger Länder, die ihren Platz, ihre Geschichte oder diplomatische Höflichkeit nicht kennen, können nicht ihren Schatten über unsere Bruderschaft mit arabischen Völkern werfen. Wir werden die Region nicht denen überlassen, die die Einheit der Muslime um ihrer persönlichen Vorteile willen verunglimpfen“, sagte er.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Samstag, dass die Türkei plant, die Straße, in der sich die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Ankara befindet, nach Fahreddin Pascha umzubenennen.



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