Erdogan will Afrin-Operation starten – Verbündete sollen sich raushalten

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Die Türkei wird weiterhin den Terrorismus an ihren südlichen Grenzen mit der Operation in der nordsyrischen Region Afrins bekämpfen“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Sonntag. Seine Rede adressierte er an die PKK-nahe Kurden-Miliz YPG.

„In den kommenden Tagen, so Gott will, werden wir mit der Afrin Operation fortfahren, was wir zuerst mit der Euphratschild-Operation begonnen haben, um den Terrorismus von unseren südlichen Grenzen zu säubern“, sagte Erdoğan in seiner Rede auf dem Provinzkongress seiner regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AK) in der zentralanatolischen Tokat-Provinz.

Die Afrin-Operation schließt sich an die erfolgreiche siebenmonatige Operation Euphratschild an, die im vergangenen März abgeschlossen wurde.

Erdoğan sagte, dass er auch Unterstützung von Verbündeten im Kampf der Türkei gegen den Terrorismus erwartete.

„Wir erwarten von unseren Verbündeten, dass sie sich in diesem Prozess entsprechend dem Geist unserer tief verwurzelten Beziehung verhalten“, sagte Erdogan.

Erdoğan hoffte, dass die Türkei „trotz allem“ mit den USA kooperieren kann, da beide Länder „gemeinsame Interessen“ in der Region haben.

Türkischer Militärkonvoi zur syrischen Grenze gegen YPG-Miliz entsandt

„Wir erwarten von ihnen, dass sie die legitimen Bemühungen der Türkei unterstützen“, fügte der Präsident hinzu.

Erdoğan hoffte auch, dass die Alliierten keine „Fehler“ machen würden, wie zum Beispiel „Partei ergreifen“ mit der YPG während der Afrin-Operation, die von Ankara als syrischer Ableger der PKK gehandelt und als terroristisch eingestuft wird.

Er fügte hinzu, dass die Türkei den Kampf gegen den Terrorismus im In- und Ausland „entschlossen“ fortsetzen wird.

Am Samstag bombardierten türkische Truppen mehrere YPG-Ziele in Afrin-Kanton der syrischen Provinz Aleppo, um zu verhindern, dass sich entlang der türkischen Grenzen ein „Terrorkorridor“ bildet.

Nach Informationen der staatlich-türkischen Nachrichtenagentur Anadolu hat die türkische Armee von Idlib aus die YPG mit Artillerie mindestens 40 Mal in Bosoufane, Jindires und Rajo, mindestens 40-mal beschossen. Artillerieeinheiten aus Hatay an der türkischen Grenze beschossen auch Afrin.

Seitdem die kurdische Mutterorganisation PKK 1984 ihre Kampagne gestartet hat, sind in der Türkei schätzungsweise 40.000 Menschen durch die damit verbundene Gewalt ums Leben gekommen.



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