Ex-Nazi konvertiert zum Islam – Unterstützt syrische Flüchtlinge

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Der ehemalige Parteivertreter der rechtsextremen NPD Werner Klawun aus Dresden ist zum Islam konvertiert. Heute nennt er sich Ibrahim und engagiert sich inbrünstig für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten.

Der einstige Lehrer saß bis ins Jahr 2009 im Stadtrat von Dresden für die Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD). „Das mit der NPD habe ich aus Frust gemacht. Die Rechten waren die Einzigen, die mich nahmen“, erzählte Klawun der Bild-Zeitung. „Zuletzt war ich sogar deren Fraktionschef, habe dem Verfassungsschutz als V-Mann berichtet.“

Inzwischen distanzierte er sich von seiner Vergangenheit und ist zum gläubigen Muslim geworden. Das reichte ihm nicht. Lange Zeit soll er besonders durch seine Ausländerfeindlichkeit aufgefallen sein. Heute ist er ein engagierter Unterstützer von Fliehenden aus Kriegsländern wie Syrien, Irak und Afghanistan.

Klawun äußerte, dass er zum Islam konvertierte, nachdem er Gedichte von Wolfgang von Goethe über den Propheten Muhammed studierte. Er forschte im Koran, um den Islam näher kennenzulernen. „Ich habe Goethes Werk ‚West-östlicher Divan‘ und den Koran studiert und bin danach konvertiert“, gab der ehemalige Lehrer für Deutsch und Russisch an.

„Wenn meine 900 Euro Rente nicht reichen, geben sie mir von ihrem Essen ab. Sie sind jetzt meine Familie“, sagte Klawun. Nach seiner Konvertierung verließ seine Ehefrau mit ihren vier Kindern den ehemaligen NPD-Politiker. Fortan kümmert er sich um vier syrische Flüchtlinge, die er bei sich aufnahm. Er hilft ihnen bei Behördengängen und beim Deutschlernen, berichtete der Focus.

(Bildquelle: Wikimedia/ Ikar.us CC BY 3.0 de)



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