Irak: Turkmenen-Vertreter erschossen in Kirkuk

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Ein hochrangiger Vertreter der „Irakischen Turkmenen-Front“ wurde von unbekannten Bewaffneten in der nordirakischen Stadt Kirkuk ermordet, sagte die Polizei am Dienstag.

Kommandeur Hamed al-Obeidi sagte gegenüber der Anadolu Nachrichtenagentur:

„Alaa al-Din al-Salihi [auch bekannt unter dem Namen al-Bayati], ein Beamter der Turkmenen-Front, wurde von unbekannten Bewaffneten in Kirkuk im Al-Askari-Viertel erschossen.“

Er fügte hinzu, dass die Bewaffneten flohen, nachdem sie ihn erschossen hatten. Die Polizei untersucht den Vorfall.

Die Irakische Turkmenen-Front besetzt zwei von 328 Sitzen im irakischen Parlament und neun von 41 Sitzen im Provinzialrat von Kirkuk.

Irak: Turkmenen entmachten Kurden in Kirkuk – Übernahme von Schlüsselpositionen

Lokale Beamte behaupten, Zellen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sind in die Provinz Kirkuk zurückgekehrt. Terrorismusexperten warnen davor, dass die Bedrohung der militanten Gruppe in der Region aktiv bleibt. Die von den USA geführte Anti-IS-Koalition warnte davor, dass sich IS-Kämpfer frei in den an den Irak angrenzenden Wüstengebieten bewegen und Aufstandstaktiken im Land anwenden würden.

Am 16. Oktober übernahmen irakische Truppen und Haschd al-Shaabi die gesamte Provinz Kirkuk, die seit 2014 unter Kontrolle der kurdischen Peshmerga-Truppen stand.

Momentan leben nach turkmenischen Angaben 3,5 Millionen Turkmenen im Irak. Die Hauptstädte der Turkmenen des Irak sind die Städte Kirkuk und Mossul. Die irakischen Turkmenen sprechen mehrere südaserbaidschanische Dialekte und verwenden das heutige Türkei-Türkische als Schriftsprache.

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