Irakischer Schiiten-Kommandeur: „Wir schießen türkischen Soldaten in den Kopf“

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Ein unter Schiiten beliebter irakischer Kämpfer der Regierungsmiliz Haschdi Schaabi hat gedroht, „türkischen Soldaten in den Kopf zu schießen“, wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan insistiert, eine Militärpräsenz im Irak zu unterhalten.

In einem Video, das vergangene Woche auf YouTube hochgeladen wurde, nannte Ayub Faleh el-Rubaye, besser bekannt unter seinem Nom de guerre „Abu Azrail“ (zu Deutsch: „Vater des Todesengels“), den türkischen Präsidenten einen „Affen“ und „Kaninchen“. Er drohte den türkischen Soldaten, stationiert im nordirakischen Baschika, mit gewaltvollen Übergriffen.

„Im Namen von Imam Hussein [einem Enkel des Propheten Muhammed, den Schiiten besonders verehren], wenn wir euch ins Visier nehmen, wird keine einzige Ratte, nicht eine, die hier im Irak ist, übrig bleiben“, sagte Abu Azrail. Er beleidigte die türkischen Soldaten und beschrieb auch diese als minderwertige Nagetiere.

Die Türkei unterhält in Baschika eine kleine Militärpräsenz von 150 Soldaten und 25 Panzern. Dort werden sunnitische Araber, Turkmenen und alliierte kurdische Peschmerga im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ ausgebildet.

Verärgert sprach Abu Azrail in seine Handykamera, der als nicht minder islamistisch beseelt gilt, wie jene Islamisten des IS, die er zu bekämpfen vorgibt:

„Ich spreche nicht davon sie zu entführen. Nein. Ihnen wird in den Kopf geschossen, geknallt und sie verschwinden wie Hunde.“

„Wir haben Männer, die Gesichter fressen. Ich schwöre bei Gott“, schloss Abu Azrail ab.

Menschenrechtsorganisationen beschuldigen Abu Azrail regelmäßig, Menschenrechts- und Kriegsverbrechen gegen sunnitische Zivilisten im Irak verübt zu haben.

Ende 2015 wurde Abu Azrail dabei gefilmt, wie Fleisch von einer verkohlten und verbrannten Leiche eines angeblichen IS-Kämpfers abschneidet „wie Schawarma“.

Die Verstümmlung von Menschen gilt als eine Verletzung der Genfer Konvention und des Kriegsrechts.

 



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