Skandal! Trump verkündet Verlegung von US-Botschaft nach Jerusalem

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US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch angekündigt, dass die USA Jerusalem offiziell als Israels Hauptstadt anerkennen. Zahlreiche Staaten stellen sich gegen diesen Beschluss, der die Zukunft der Staatlichkeit von Palästina hinterfragt.

„Es ist an der Zeit, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen“, sagte Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Trump sagte, seine Ankündigung ist der „Beginn einer neuen Herangehensweise an den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern“. Er fügte geradezu zynisch hinzu:

„Ich befehle dem Außenministerium, die US-amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen – eine großartige Hommage an den Frieden.“

Vor der Ankündigung warnten die meisten Mitglieder der internationalen Gemeinschaft Trump vor diesem Schritt und betonten, dass es für einen fragilen Friedensprozess hinderlich sei. Staats- und Regierungschefs aus der Türkei, der EU, Großbritannien, Frankreich und der Arabischen Liga forderten die USA auf, sich an das Völkerrecht und zahlreiche Resolutionen der Vereinten Nationen zu halten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kommentierte, Jerusalem ist die „rote Linie“ für die muslimische Welt. Die Stadt beherbergt die dritt heiligste Stätte des Islam, den heiligsten Boden des Judentums und wichtige christliche Stätten.

USA verlegen Botschaft nach Jerusalem – Türkei warnt vor Konsequenzen

Während der Ankündigung sagte Trump, er wolle nicht dem Beispiel des früheren US-Präsidenten folgen, der es ablehnte, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen.

Trump behauptete, dass sich die USA „zutiefst für den Abschluss eines Friedensabkommens einsetzen, das für beide Seiten akzeptabel ist“ und „eine Zwei-Staaten-Lösung unterstützen würden, wenn beide Seiten zustimmen würden“.

Nach der Ankündigung verurteilte die Türkei die „unverantwortliche Erklärung der US-Regierung“. Ankara gab zu bedenken, dass sie „negative Reflexionen über den Frieden und die Stabilität in der Region haben wird und dass das Risiko besteht, den Boden für den Frieden vollständig zu zerstören“.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres betonte, dass es „keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung“ gibt, die die USA offensichtlich untergraben. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) des Präsidenten Mahmoud Abbas sagte, dass die Anerkennung Jerusalems durch Trump als israelisches Hauptstadt die Zwei-Staaten-Lösung zerstört hat.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron und das ägyptische Außenministerium lehnten die Entscheidung ab.

Die Palästinenser betrachten Ost-Jerusalem als Hauptstadt ihres zukünftigen Staates. Ost-Jerusalem wurde 1967 während des Sechs-Tage-Krieges illegal von Israel besetzt.

 



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