Beziehungen zu YPG? Konstanz-Angreifer tötete mit US-Sturmgewehr

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Während die Polizei im Fall einer Schießerei vor einer Konstanzer Diskothek ermittelt, bleibt die Frage offen, woher der Angreifer, der als Anhänger der PKK-nahen YPG-Miliz in Syrien gilt, an ein M16-Schnellfeuergewehr aus US-amerikanischer Produktion kam?

Andreas Stenger vom LKA Baden-Württemberg sagte während einer Pressekonferenz in Konstanz:

„Das ist eine absolute Kriegswaffe.“

Das Gewehr ist das Ordonnanzgewehr der US-Streitkräfte. Am Tatort seien viele Hülsen und mehrere Magazine gefunden worden. Der Täter habe mit dem Gewehr umzugehen gewusst, Magazine gewechselt, zitierte das Nachrichtenportal n-tv Stenger weiter.

Ein 34-Jähriger hatte am Sonntagmorgen gegen 4:30 Uhr im Eingangsbereich der Diskothek um sich geschossen, berichtete der SWR. Der Angreifer kurdisch-irakischer Herkunft verletzte mehrere Personen schwer und tötete einen türkischen Türsteher. Schließlich kam auch der Schütze ums Leben. Hintergrund war nach Polizeiangaben offenbar ein Verwandtschaftsstreit. Dieser soll eskaliert sein.

Der Oberbürgermeister von Konstanz Uli Burchardt (CDU) kommentierte am Sonntag:

„Wir sind alle schockiert über das, was sich heute Nacht in unserer Stadt ereignet hat. Meine Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Opfer, aber auch bei den Besuchern der Diskothek, die Todesangst und Verzweiflung erleben mussten.“

Die Kriegswaffe kann 800 Schuss pro Minute abfeuern. Vorstellbar wäre laut der Staatsanwaltschaft, dass der Täter das Gewehr über das Darknet oder den Schwarzmarkt bekommen habe.

Türkische Medien, die seit langem vor der Gefahr eskalierender Spannungen zwischen PKK-Anhängern und Türken in Deutschland warnen, lesen den Zwischenfall aus einer anderen Perspektive.

Das türkische Nachrichtenportal „Türkiye Gazetesi“ wies in einem Beitrag auf die explizite Symphatie des Angreifers für den syrischen PKK-Ableger PYD/YPG hin, der von der Türkei wegen seiner politischen Ziele und militärischen Praktiken als terroristische Vereinigung gelistet wird. Der Angreifer heißt Bave Bahoz und outete sich auf Facebook als YPG-Unterstützer.

Facebook-Screenshot (Bildquelle: Türkiye Gazetesi)

Die YPG, die ideologische und inhaltliche Verbindungen zur PKK unterhält, wird seit Jahren von den USA umfassend mit leichten und schweren Waffen ausgerüstet. Offiziell erhält die Kurden-Organisation die Waffen für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Im Mai schrieb das kurdische Nachrichtenportal Rudaw, dass die USA rund 100 Lastwagen mit Munition und Waffen nach Nordsyrien zur YPG entsandten. Darunter befanden sich Humvee Panzerfahrzeuge, Panzerabwehrwaffen, MK 19 Maschinengranatwerfe, M4-Karabiner und eben das M16-Sturmgewehr. Türkische Medien wiesen allerdings darauf hin, dass US-Waffen für die YPG bereits gegen türkische Soldaten von der PKK eingesetzt wurden.

Die Welt schließt im Gespräch mit dem Sicherheitsexperten Malte Roschinski nicht aus, dass die Waffe über „Schmuggelwege aus Nordsyrien“ kommen könnte. Die größte „Konfliktpartei“ in Nordsyrien, die von den „USA ausgerüstet“ wurde ist die syrische Kurden-Miliz YPG. Daraus schließt sich die Frage, war Bave Bahoz ein Mitglied der YPG oder unterhielt er Beziehungen zu der Organisation, die gerne als Anti-IS-Miliz von westlichen Medien gefeiert wird? Konnte er deshalb an dieses im Darknet seltene Sturmgewehr aus den USA kommen?

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es sich beim Gewehr nicht um eine gewöhnliche Version handelt. Experten, mit denen Eurasia News sprach, wiesen darauf hin, dass es sich den wenigen Bildern vom Gewehr, die veröffentlicht wurden, zufolge um die M16A4-Version handeln könnte. Die Version ist die vierte und neueste Generation vom eigentlichen Modell, das seit 1960 hergestellt wird.

Mindestens 130 Linksextremisten aus Deutschland kämpfen in Syrien auf Seite der sogenannten kurdischen YPG. Gegen diese Anti-IS-Kämpfer wird in Deutschland allerdings nicht ermittelt, zitiert die Junge Freiheit 2016 einen Artikel von der Welt unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Eines ist inzwischen deutlicher geworden. Aufgrund verschiedener Delikte war er der Polizei bekannt. Bei dem Schützen handelt es sich nach Polizeiangaben um den Schwager des Diskothekenbetreibers. Er ist kein Asylbewerber. Er habe seit über 15 Jahren in Konstanz gewohnt und sei irakisch-kurdischer Herkunft, ergaben Medienberichte.



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