Russland ist gegen Kurdistan: Moskau plädiert für territoriale Integrität

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In einem Kommentar zum bevorstehenden Referendum der kurdischen Regionalregierung im Nordirak sagte der Kreml am Mittwoch, Russland unterstützt die territoriale Integrität der Länder der Region. Eine kurdische Unabhängigkeit im Irak trifft auf keine Unterstützung in Moskau.

Auf die Frage, ob Moskau das Ergebnisse des Referendums anerkennen wird, sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow, dass er nicht konkret bezüglich der Angelegenheit kommentieren will, schreibt die Nachrichtenagentur Sputnik. Dennoch sagte Peskow Reportern:

„Russlands Position ist eine zugunsten der territorialen Integrität der regionalen Staaten.“

Auch in der Türkei, Syrien oder Iran leben signifikante kurdische Minderheiten. Diese Staaten fürchten, dass eine kurdische Unabhängigkeit im Irak einen Dominoeffekt auslösen könnte.

Die Bewohner in den nordirakischenProvinzen, die von der kurdischen Autonomieregion kontrolliert werden, stimmen am 25. September über eine Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Bagdad ab.

Die ölreiche Provinz Kirkuk, in der besonders viele Turkmenen leben, gehört zu den umkämpften Gebieten, in denen die Abstimmung geplant ist. Kirkuk gilt als umstrittenes Territorium, das sowohl Bagdad als auch Erbil beanspruchen.

Vergangene Woche stimmte das irakische Parlament gegen die Abhaltung des Referendums zur kurdischen Unabhängigkeit. Das Parlament forderte die Bagdader Regierung auf, darüber mit Erbil zu verhandeln.

Die irakische Regierung äußerte ihre ablehnende Haltung und behauptet, dass die Volksabstimmung den Krieg gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ negativ beeinflusst, Instabilität verursacht und die irakische Beschaffenheit verletzt.

Die Türkei, die USA, der Iran und die Vereinten Nationen unterstützen Bagdad, indem sie sich gegen das Referendum ausgesprochen haben.



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