Libyens Einheitsregierung zerschlägt „Islamischen Staat“ mit Misrata-Milizen

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Der libyschen Einheitsregierung nahestehende Misrata-Milizen führen ihre mit der vom Westen aus gestarteten Offensive gegen den „Islamischen Staat“ in Sirte fort. Die Milizen greifen die Terrormiliz in erster Linie mit Panzern und schweren Waffen in der Stadt an, um Infanteristen den Weg zu öffnen.

Libysche Pro-Regierungskräfte verstärkten ihre Offensive am Dienstag nochmals gegen die letzten Widerstandsnester des IS in der ölreichen Küstenstadt Sirte.

Unterstützt von Panzer und Mörserfeuer, rückten die Milizen aus Misrata auf das Distrikt Zwei im Stadtkern von Sirte vor, berichtete ein AFP-Reporter. Tags zuvor sicherten und entminten die Kämpfer eroberte Teile der Stadt.

Ein Kommandeur der Nationalen Einheitsregierung sagte, Loyalisten nahmen Positionen südlich des Distrikt Zwei ein, um etwaige Fluchtrouten abzuschneiden.

Die einflussreichen Rebellen aus Misrata haben im Mai mit der Offensive auf Sirte begonnen, die Geburtsstadt des ehemaligen Machthabers Muammar el-Gaddafi. Im Juni 2015 nahm der libysche IS-Ableger die Stadt ein.

Am 9. Juni dieses Jahr betraten die regierungsnahen Misrata-Milizen Sirte erstmals wieder. Seitdem verdrängten die Kämpfer den IS aus zahlreichen Schlüsselpositionen der Stadt, darunter ihrem Hauptquartier dem Ouagadougou-Konferenzzentrum unweit dem Stadtzentrum.

Ein AFP-Korrespondent, der sich den Misrata-Milizen anschloss, sagte am Samstag, die Loyalisten versuchen den IS weiter zurückzuschlagen. US-Luftangriffe zu Beginn dieses Monats gaben den Misrata-Rebellen Auftrieb.

Bei den Kämpfen um Sirte starben mehr als 300 regierungsnahe Kämpfer. 1,800 Millizionäre wurden verletzt, geht aus offiziellen Auflistungen hervor. Über Verluste auf Seiten des IS gibt es keine eindeutige Angaben.



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