Neben Russlands S-400: Türkei unterschreibt Raketenabwehr-Abkommen mit Europa

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Die Türkei hat am Mittwoch eine Absichtserklärung mit Frankreich und Italien unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Verteidigungsprojekten einschließlich bei Herstellung von Luft- und Raketenabwehrsystemen zu verstärken.

Der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli sagte am Donnerstag, die Absichtserklärung schließt die Entwicklung eines modernisierten Modells eines Raketensystems ein, dessen Herstellung und Nutzung durch Italien, Frankreich und Türkei ein.

In einem ersten Schritt werden das französisch-italienische EUROSAM-Konsortium und türkische Unternehmen ein System auf der Grundlage des SAMP-T-Raketensystems untersuchen und die gemeinsamen Bedürfnisse der drei Länder ermitteln, so die Quellen.

Europäischer Rüstungskonzern Eurosam will Türkei Langstrecken-Raketensystem verkaufen

Dennoch betont das NATO-Mitglied Türkei, dass sie das hoch moderne russische Boden-Luft-Raketenabwehrsystem vom Typ S-400 kauft.

Die Absichtserklärung wurde in Brüssel unterzeichnet, wo der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli an einem NATO-Gipfeltreffen teilnahm.

„Es ist noch recht früh, mögliche Ergebnisse des Machbarkeitsstudie mit Eurosam vorherzusagen“, sagte Rüstungsexpertin Arda Mevlütoglu, der von der regierungsnahen türkischen Tageszeitung Daily Sabah zitiert wurde. „Aber das Wichtigste ist, dass dieses Abkommen zeigt, dass zwischen der Türkei und Eurosam ein starker Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit besteht.“

„Die S-400-Vereinbarung zielt nur darauf ab, die Verteidigungskapazitäten der Türkei zu erhöhen. Sie ist nicht politisch motiviert“, sagte der Experte weiter.

Die Beschaffung eines Langstrecken-Raketenabwehrsystems durch die Türkei hat in den letzten Jahren mit dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges 2011 Priorität erhalten.



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