PKK-Sympathisanten stürmen Österreichs Staatsfernsehen – Keine Festnahmen

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Sympathisanten der kurdischen PKK haben am Dienstag das Hauptquartier des staatlichen Österreichischen Rundfunks (ORF) in Wien gestürmt. Sie zwangen den Sender, ihr Manifest zu verlesen.

Rund 7 von 15 PKK-Sympathisanten verschafften sich mit Fahnen des Konterfeis von Abdullah Öcalan, dem Gründer der linksmarxistischen Kurden-Organisation, Zugang zum Hauptgebäude des ORF. Sie brachen durch die Sicherheitsabsperrungen, heißt es. Kurz vor 18 Uhr versuchten sie, vor den Abendnachrichten die Redaktion zur Verlesung eines Manifest zu zwingen. Dabei forderten sie die Freilassung des in der Türkei inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan, auch Apo genannt. Das lehnte der ORF ab.

Als die Polizei den Fernsehsender schließlich erreichte, begleitete sie die PKK-Sympathisanten nach draußen. Zu Festnahmen solle es nicht gekommen sein. Zahlreiche Anzeigen wurden allerdings erstattet. „Wir hatten den Auftrag, deeskalierend vorzugehen“, zitierte die türkische Zeitung Sabah einen Wiener Polizisten.

Die PKK wird unter anderem von der Türkei, der Europäischen Union und den USA wegen ihrer umstrittenen politischen Ziele und fragwürdigen militärischen Praktiken als terroristische Vereinigung gelistet.

 

 



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