Russland: Zehntausende Muslime beten Bayram-Gebet in Moskaus Straßen

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Zehntausende Muslime Russlands versammelten sich in Moskaus Moscheen, um das Bayram-Gebet zu verrichten. Zahlreiche waren Mangels Platz in den Gebetshäusern gezwungen auf den Straßen zu beten.

Am frühen Dienstag wurden Straßen, die zur Zentral-Moschee (Merkez-Camii) zwischenzeitlich geschlossen. Die Polizei implementierte rund um die Moschee strenge Sicherheitsmaßnahmen. Polizisten standen zwischen den betenden Gläubigen. Sie gingen angesichts der jüngsten Anschläge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ im Nahen Osten durch Sicherheitschecks.

Ein Video von der Zentral-Moschee in Moskau:

In Moskau gibt es nur wenige Moscheen. Die Behörden scheinen der wachsenden Nachfrage nur allmählich nachzukommen. Deshalb gehen die Muslime bei Festlichkeiten mit Gebetsteppichen auf die Straßen und beten.

In den letzten Jahren riefen muslimische Gemeinden in Moskau wiederholt zum Bau neuer Moscheen auf. Das existierende Gebetsplatzangebot reiche nicht aus.

Laut den International Business Times ist Islam die zweitgrößte Religion Russland. Bis jetzt war der Islam in Moskau nur sporadisch sichtbar. In Moskau leben zwischen zwischen 1,5 und 2 Millionen Muslime. Damit ist Moskau die Stadt Europas mit der größten muslimischen Bevölkerung. Dennoch gibt es in der Stadt nur sechs offizielle Moscheen.

Laut Reuters sind 14 Prozent aller Russen muslimisch geprägt. Hochgerechnet wären das rund 20 Millionen Menschen.

Russland gilt entgegen zahlreicher westlicher Auslegungen als Muslimen gegenüber freundlich gesinnt. Christen und Muslime koexistieren in Russland seit Jahrhunderten freundschaftlich nebeneinander.



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