Strategische Partnerschaft: Türkei und Saudi Arabien stärken gemeinsame Wirtschaft mit Milliarden-Investitionen

4

Im Zuge des Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in der saudischen Hauptstadt Riad haben beide Staaten beschlossen, dass türkische Unternehmen im Rahmen eines saudischen Investitionsvorhabens im Umfang von 613 Milliarden US-Dollar in den kommenden fünf Jahren eng mit Riad kooperieren werden.

Die Türkei und Saudi Arabien haben sich darauf geeinigt, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen massiv auszubauen und insbesondere milliardenschwere Investitionen anzuschieben. Das ging aus den Konsultationen zwischen dem türkischen Präsidenten und dem saudischen Königshaus hervor. In diesem Zusammenhang ließ sich Erdoğan die Gelegenheit auch nicht nehmen, in die für Muslime heilige Stadt Mekka zu pilgern.

Riad plant in den kommenden Jahren bis zu 613 Milliarden US-Dollar in die heimische Wirtschaft zu investieren, dabei wird erwartet, dass die Saudis eng mit türkischen Unternehmen zusammenarbeiten, die im Nahen Osten angesichts ihres Entwicklungsgrades und ihrer weithin europäischen Standards einen guten Ruf genießen. Türkische Unternehmen ihrerseits dürfen auf neue hochdotierte Aufträge hoffen.

Unter dem Eindruck des internationalen Ölpreisverfalls und des militärischen Engagements im Jemen gegen die pro-iranischen Huthis, welche den sunnitischen Präsidenten al-Hadi gestürzt hatten, ist Riad darauf erpicht, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Insbesondere die Abhängigkeit vom Ausland möchte das Land angehen. Bis 2020 soll es umfangreiche Anreizprogramme für die Binnenwirtschaft geben. In diesem Prozess sollen türkische Unternehmen, die in den vergangenen 15 Jahren bereits dabei geholfen hatten, in der Türkei einen Wirtschaftsboom auszulösen, eine zentrale Rolle spielen.

Die Türkei und Saudi Arabien, das 90 Prozent seines Haushaltsbudgets aus Erdöleinnahmen speist, zielen darauf ab, den bilateralen Handel zwischen den zwei sehr unterschiedlichen, aber einander ergänzenden Ökonomien voranzutreiben. Im vergangenen Jahr 2014 dümpelte das zwischenstaatliche Handelsvolumen noch bei nur 5,4 Milliarden US-Dollar – aus Sicht beider Staaten weit unter dem Möglichen.

Saudische Investitionen werden allerdings auch die Türkei erreichen. Die Golfmonarchie hat in den letzten fünf Jahren in der Türkei 558 Millionen US-Dollar in diversen Unternehmungen angelegt.

Im Zuge des Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in der saudischen Hauptstadt Riad haben beide Staaten beschlossen, dass türkische Unternehmen im Rahmen eines saudischen Investitionsvorhabens im Umfang von 613 Milliarden US-Dollar in den kommenden fünf Jahren eng mit Riad kooperieren werden.

Die Türkei und Saudi Arabien haben sich darauf geeinigt, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen massiv auszubauen und insbesondere milliardenschwere Investitionen anzuschieben. Das ging aus den Konsultationen zwischen dem türkischen Präsidenten und dem saudischen Königshaus hervor. In diesem Zusammenhang ließ sich Erdoğan die Gelegenheit auch nicht nehmen, in die für Muslime heilige Stadt Mekka zu pilgern.

Riad plant in den kommenden Jahren bis zu 613 Milliarden US-Dollar in die heimische Wirtschaft zu investieren, dabei wird erwartet, dass die Saudis eng mit türkischen Unternehmen zusammenarbeiten, die im Nahen Osten angesichts ihres Entwicklungsgrades und ihrer weithin europäischen Standards einen guten Ruf genießen. Türkische Unternehmen ihrerseits dürfen auf neue hochdotierte Aufträge hoffen.

Unter dem Eindruck des internationalen Ölpreisverfalls und des militärischen Engagements im Jemen gegen die pro-iranischen Huthis, welche den sunnitischen Präsidenten al-Hadi gestürzt hatten, ist Riad darauf erpicht, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Insbesondere die Abhängigkeit vom Ausland möchte das Land angehen. Bis 2020 soll es umfangreiche Anreizprogramme für die Binnenwirtschaft geben. In diesem Prozess sollen türkische Unternehmen, die in den vergangenen 15 Jahren bereits dabei geholfen hatten, in der Türkei einen Wirtschaftsboom auszulösen, eine zentrale Rolle spielen.

Die Türkei und Saudi Arabien, das 90 Prozent seines Haushaltsbudgets aus Erdöleinnahmen speist, zielen darauf ab, den bilateralen Handel zwischen den zwei sehr unterschiedlichen, aber einander ergänzenden Ökonomien voranzutreiben. Im vergangenen Jahr 2014 dümpelte das zwischenstaatliche Handelsvolumen noch bei nur 5,4 Milliarden US-Dollar – aus Sicht beider Staaten weit unter dem Möglichen.

Saudische Investitionen werden allerdings auch die Türkei erreichen. Die Golfmonarchie hat in den letzten fünf Jahren in der Türkei 558 Millionen US-Dollar in diversen Unternehmungen angelegt.

Das nun 2016 anlaufende 613 Milliarden US-Dollar schwere Investitionsprogramm Riads soll folgende Wirtschaftsbereiche umfassen:

Das nun 2016 anlaufende 613 Milliarden US-Dollar schwere Investitionsprogramm Riads soll folgende Wirtschaftsbereiche umfassen:

  • 140 Milliarden US-Dollar für Infrastruktur
  • 92 Milliarden US-Dollar für Petrochemie
  • 89 Milliarden US-Dollar für Energie- und Wasserversorgung
  • 60 Milliarden US-Dollar für Telekommunikation
  • 53 Milliarden US-Dollar für Tourismus
  • 50 Milliarden US-Dollar für Erdgas
  • 28 Milliarden US-Dollar für Agrarwirtschaft
  • 11 Milliarden US-Dollar für Informationstechnologie
  • 10 Milliarden US-Dollar für Bildung

Der Besuch Erdogans ist nicht zuletzt wegen der jüngsten Zerwürfnisse der Türkei mit Russland über Syrien zentral. Im Zuge des türkischen Abschusses eines russischen Bombers vom Typ Su-24 im türkisch-syrischen Grenzgebiet am 24. November beschloss Russland Sanktionen gegen die türkische Wirtschaft zu erheben und gegen türkische Interessen in Syrien aktiv und mit militärischen Mitteln vorzugehen. Eine direkte Konfrontation versucht die türkische Seite bislang zu vermeiden, da das Land bislang von russischen Erdgas-Lieferungen abhängig ist. In der Vergangenheit war dieser Umstand in anderen Ländern Grund für politische Verletzbarkeit. Unter diesem Eindruck strebt Ankara ebenfalls seinen Energie-Warenkorb zu diversifizieren – 55 Prozent aller Energie-Importe kommen aus Russland.

Beide Staaten einigten sich darauf einen strategischen Kooperationsrat auf höchster Ebene ins Leben zu rufen.

Außerdem standen regionale Herausforderungen politischer Art auf der Agenda wie die Syrien-Krise oder die von Riad angeführte Intervention im Jemen auf der Agenda. Ankara bestätigte seine Unterstützung für die „Islamische Allianz“ Saudi Arabiens, die sich dem Anti-Terrorkampf und der Zurückdrängung des Irans sowie dessen Einfluss in der schiitischen Welt verschrieben hat.



Share.