„Trans-Kaspische Transportroute stärkt Handel von Turkstaaten“

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Die Trans-Kaspische Internationale Transportroute wird den Handel unter den Turkstaaten stärken. Das hat der stellvertretende Generalsekretär des Kooperationsrates der Turkstaaten Abzal Saparbekuli auf Anfrage der Nachrichtenagentur Trend am 20. Mai betont.

Er bemerkte, dass zuallererst die Turkstaaten auf diesen Korridor angewiesen seien, um ihre multilateralen Beziehungen fokussiert ausbauen zu können. Er fügte hinzu:

„Dieses Projekt ist von großer Bedeutung insbesondere für die Entwicklung von Beziehungen zwischen den Turkstaaten und wird das Wachstum des Handelsvolumens zwischen den teilnehmenden Staaten fördern.“

Der Kooperationsrat oder Türkisches Konzil ist eine internationale Organisation. Ihre Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten umfassend zu entwickeln. Das Konzil wurde 2009 gegründet.

Die Mitgliedsstaaten des Türkischen Konzils sind Aserbaidschan, Kasachstan, die Türkei, Kirgisistan und Turkmenistan. Das Sekretariat der Organisation ist in Istanbul verortet. Das Türkische Konzil ist zu vergleichen mit dem Commonwealth of Nations, dem Europarat oder der Arabischen Liga.

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Alle Mitgliedsstaaten (Grünblau) und mögliche Mitgliedsstaaten (Hellblau) des Türkischen Konzils abgebildet.

Die Trans-Kaspische Internationale Transportroute (TITR) ist eine 4766 Kilometer lange multimodale Route, die die Turkstaaten des Kaukasus und Zentralasiens mit China im Osten und Europa im Westen verbindet. Zu diesem Zweck wurde eigens die Bahnstrecke Kars–Achalkalaki–Tiflis–Baku gebaut, die spätestens nächstes Jahr in Betrieb gehen soll. Die Strecke führt von der türkischen Stadt Kars über die georgischen Städte Achalkalaki und Tiflis in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku.

Nach Inbetriebnahme der Gesamtstrecke wird ein Güteraufkommen von 6,5 Millionen Tonnen und eine Fahrgastanzahl von einer Million Reisenden erwartet. Bis 2030 soll die Transportkapazität auf 17 Millionen Tonnen jährlich gesteigert werden.

Kasachstan und Turkmenistan, die über Eisenbahnfähren über das Kaspische Meer an die neue Strecke angeschlossen werden können, sind ebenfalls an dem Projekt interessiert. Durch die Bahnstrecke erhalten Georgien und Aserbaidschan einen Anschluss an das europäische Bahnnetz unter Umgehung von Russland und Armenien.



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