Türkei: 529 Panzerfahrzeuge für Armee gegen PKK

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Der türkische Rüstungshersteller BMC hat am achten August ein Vertrag mit der türkischen Regierung zum Bau und Verkauf von insgesamt 529 taktischen Panzerfahrzeugen geschlossen.

Das Beschaffungsamt der Türkei, Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM) genannt, sagte, dass BMC der Hauptproduzent des Programms zur Ausrüstung türkischer Sicherheitskräfte und der Armee ernannt wurde. Insgesamt wird das Unternehmen 529 Panzerfahzeuge bauen. Es wird erwartet, dass das Unternehmen dabei auch mit anderen lokalen Subunternehmen kooperieren wird.

Das Beschaffungsamt in Ankara teilte mit:

„Das Programm sieht vor, die Bedürfnisse türkischen Streitkräfte in Bereichen zu befriedigen, in denen sie intensiv den Terror bekämpfen.“

Demnach werden die geplanten Fahrzeuge mehrheitlich im türkischen Südosten zum Einsatz kommen, wo der türkische Staat gegen die separatistische PKK-Organisation operiert.

Der Kampf mit der PKK, der seit 1984 anhält, kostete über 40.000 Menschen das Leben. Die PKK wird wegen ihrer fragwürdigen militärischen Praktiken und ihren umstrittenen politischen Ziele von der Türkei, der Europäischen Union und den USA als terroristische Vereinigung gelistet. Im Juli 2015 wurde der kurzlebige Waffenstillstand mit der PKK wieder aufgehoben.

Eine Beschaffungsquelle, die namentlich nicht genannt werden wollte, sagte gegenüber dem Militärportal Defense News, dass der Deal mit BMC mehr als „300 Millionen Euro“ schwer ist.

Das Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie erklärte, dass BMC auch eine unbekannte Menge an Yeni Kirpi-Panzerfahrzeugen ausliefern wird. Das ist eine fortgeschrittene Version des Kirpi-Modells bereits im Dienst der türkischen Armee. Yeni Kirpi ist ein Minen widerstehendes und Hinterhalt-geschütztes Fahrzeug, das bei der türkischen Rüstungsmesse IDEF in Istanbul im Mai dieses Jahr vorgestellt wurde.

Das Twitter-Konto TAH Savunma zeigt verschiedene Modelle der Fahrzeuge, die von BMC zur Produktion ausstehen. Laut Eurasia News-Informationen sollen die Panzerfahrzeuge unter anderem mit Mini-Drohnen ausgerüstet werden.

BMC wird teilweise vom Geschäftsmann Ethem Sancak gehalten, einem Vertrauten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Ein katarischer Investitionsfonds hält 50 Prozent der Anteile am türkischen Rüstungsunternehmen.

Vergangenes Jahr startete BMC das in der Türkei ansässige Gemeinschaftsunternehmen RBSS mit Deutschlands Rüstungsriesen Rheinmetall und dem malaysischen Unternehmen Etika.



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