Türkei an Bangladesch: Öffnet die Tore für verfolgte Rohingya – wir zahlen!

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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat Bangladesch aufgerufen, flüchtende Rohingya Muslime aus Myanmar aufzunehmen. Die Türkei wird alle entstehende Kosten für die Flüchtlinge bezahlen.

Bei einer AKP-Veranstaltung zum Bayram-Fest wiederholte Cavusoglu den Aufruf an Bangladesch, die Tore für die verfolgte Rohingya-Minderheit zu öffnen. Die Türkei sei bereit, die Kosten für den Schutz der Menschen zu übernehmen, die aus der Rachine-Region im Westen von Myanmar fliehen.

„Wir haben auch die Organisation für Islamische Kooperation mobilisiert. Wir werden einen Gipfel hinsichtlich der Rachine-Region abhalten. Wir müssen eine entschiedene und permanente Lösung für dieses Problem finden“, fügte der türkische Diplomat hinzu.

Er sagte, dass kein anderes muslimisches Land außer die Türkei so viel Sensitivität für die Massaker durch die Armee in Myanmar gegen die Rohingya zeigt. Auch andere muslimische Länder signalisierten ihre Bereitschaft, den Menschen im südasiatischen Land zu helfen.

Bei der humanitären Hilfe steht die Türkei auf Platz zwei nach den USA. Die USA transferieren 6,3 Milliarden und die Türkei 6 Milliarden US-Dollar im Jahr an Notleidende, warb Cavusoglu.

Unterdessen verfolgt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Telefon-Diplomatie. Er kontaktierte 13 muslimische Staatschefs, um sich für eine Lösung in der humanitären Krise von Myanmar stark zu machen.

In der Rachine-Region fanden Massaker ähnliche Gewaltübergriffe statt. Die buddhistische Armee Myanmars startete am 25. August eine Offensive gegen die Muslime, die in der Regel nicht bewaffnet organisiert sind. Die militärischen Übergriffe lösten eine Fluchtwelle nach Bangladesch aus. Bis zu 38.000 Menschen haben laut Medienberichte die Grenze überschritten.

Spannungen zwischen der buddhistischen Mehrheitsgesellschaft und den muslimischen Rohingya gibt es seit 2012. Immer wieder griff die Armee auf Gewalt zurück.

 

 



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