Türkei: Bei Anti-Terroroperationen 305 PKK-Kämpfer getötet

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Das türkische Militär hat in weniger als einem Monat 305 PKK-Kämpfer getötet. Eine neue Welle von Anti-Terroroperationen wurden am 15. Dezember 2015 in der Südost-Türkei begonnen.

In einer jüngsten Stellungnahme am Mittwoch erklärte der türkische Generalstab, dass Sicherheitskräfte am Tag zuvor in den Provinzen Diyarbakir und Sirnak neun PKK-Kämpfer getötet haben. Diese laufen an, während in den mehrheitlich von Kurden bewohnten Regionen Ausgangssperren verhängt wurden.

Während also am Dienstag in Diyarbakirs historischem Sur-Bezirk zwei PKK-Kämpfer getötet wurden, umfasst die Gesamtzahl der getöteten Kurden-Kämpfer seit dem 2. Dezember 2015 nunmehr 62.

In Cizre, eine Stadt unweit der syrischen Grenze in der Sirnak-Provinz, wurden am Dienstag ebenfalls vier PKK-Kämpfer getötet. Insgesamt wurden in der Stadt, über die seit spätestens Dezember Ausgangssperren verhängt wurden, 207 Kurden-Milizionäre getötet.

Mehr als 20 selbstgebaute Sprengsätze wurden bei den Einsätzen entdeckt. Eine Vielzahl von Shotguns, Waffen, Munition, eine Drohne und medizinische Ausrüstung wurden sichergestellt.
Außerdem wurden dem türkischen Generalstab nach weitere drei PKK-Kämpfer in der Stadt Silopi getötet, welche ebenfalls in der Provinz Sirnak liegt. Damit wurden seit dem 15. Dezember in Silopi 36 Mitglieder der Kurden-Organisation eliminiert.

Darüber hinaus wurden in der Stadt bei Operationen mehrere aufgebaute Barrikaden wieder beseitigt und 46 Sprengfallen sicher gestellt.

In der Patnos-Region der östlichen Provinz Agri wurden sechs Kurden-Milizionäre wegen ihrer vermutlichen Mitgliedschaft bei der PKK am Dienstag schließlich festgenommen.

Das Militär ergänzte, dass Sicherheitskräfte zudem sechs vermutliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ am Dienstag in der südlichen Provinz Kilis festgenommen habe. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, dass sie in die Türkei von Syrien aus illegal einreisten.
Die sogenannte „Kurdische Arbeiterpartei“, kurz PKK, wird wegen ihren fragwürdigen politischen Zielen und militärischen Praktiken von den USA, der Europäischen Union, den USA sowie der UN als terroristische Vereinigung gelistet. Ende Juli 2015 hat die Organisation ihren mehr als drei Jahrzehnte anhaltenden Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Türkische Sicherheitskräfte versuchen seitdem PKK-Zellen aus den türkischen Stadtzentren zu vertreiben. Bislang ist unklar, von wie viel Erfolg diese Anti-Terroroperationen gekrönt sind.

Allein im Zuge des 15. Dezembers habe türkisches Militär und Polizei mehr als 300 PKK-Kämpfer getötet.



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