Türkei hat ein neues Kriegsschiff – Erdogan kündigt Bau von Flugzeugträger an

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Die Türkei hat eine neue Korvette gebaut. Der türkische Präsident Erdogan will die rüstungsindustrielle Unabhängigkeit der türkischen Armee massiv vorantreiben und kündigt den Bau eines Flugzeugträgers an.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei seiner Einweihungsrede anlässlich des Baus einer neuen Korvette für die Marine der lokalen türkischen Verteidigungsindustrie die Unterstützung des Staates zugesagt. Er lobte am Montag die Entwicklung der Waffenschmiede in der Türkei.

Die Korvette Kinaliada F-514 ist Teil des MILGEM-Projekts, das von der türkischen Regierung ins Leben gerufen wurde. Dieses sieht die Herstellung von Kriegsschiffen unter Ausschluss von ausländischen Rüstungskonzerne vor. Kinaliada ist die vierte und letzte Korvette des ambitionierten Projekts. Als nächstes sieht das Projekt den Bau von vier Frigatten vor. Die Marine-Kommando-Werft im Tuzla-Bezirk von Istanbul baute das Schiff.

Die indigenen Korvetten der Ada Klasse sind 99,5 Meter lang. Sie wurden für die Oberflächenkriegsführung, Anti-U-Boot-Kriegsführung, Luftverteidigung, Überwachung und Aufklärung und asymmetrische Verteidigungskriegsmissionen konzipiert.

Laut Präsident Erdogan haben heimische türkische Unternehmen rund 65 Prozent des MILGEM-Projekts aus eigener Kraft gestemmt. Er wies darauf hin, dass die Türkei insgeheim von westlichen Staaten unter ein Embargo gestellt wurde. Der Präsident bemerkte:

„Es steht außer Frage für uns, diese Haltung zu tolerieren, die das Verhindern der Entwicklung in der türkischen Rüstungsindustrie vorsieht.“

„Das Rückgrat unserer Rüstungspläne muss auf nationalen Möglichkeiten basieren. Wenn es sein muss, müssen wir noch mehr Zeit und Kosten opfern. Hätten wir diese Anstrengungen nicht in den letzten 15 Jahren unternommen, dann wären wir nicht in der Lage heute, grenzübergreifende Operationen gegen Terrororganisationen durchzuführen wegen geheimen Embargos gegen unser Land“, sagte Erdogan bei der Einweihungszeremonie der heimisch entwickelten Korvette Kinaliada.

„Wir müssen ein Auge auf unsere Strategien haben und Unternehmen unterstützen, die auf dem Feld der Verteidigungsindustrie arbeiten“, fuhr der Präsident fort.

„Die Türkei zielt darauf ab, ihre Abhängigkeit von der ausländischen Rüstungsindustrie bis 2023 zu beenden. Um das zu erreichen, müssen wir größere Fortschritte machen. Wir werden fortfahren, die Zahl der Projekte zu erhöhen, die für die Sicherheit unseres Landes notwendig sind“, sagte Erdogan.

„Wir haben bisher 14 Großprojekte abgeschlossen. Für die nächsten Jahre planten wir 14 weitere Projekte. All diese Entwicklungen sind Ausdruck unserer Verpflichtungen für Lösungen, die wir gegen Gefahren auf dem Feld der Rüstungsindustrie entwickelt haben“, fügte er hinzu.

Der türkische Präsident wies auf die Ambitionen der Türkei hin, eine maritime Regionalmacht zu sein. Die Türkei werde einen Flugzeugträger bauen. Gegenwärtig baut die türkische Rüstungsindustrie in Kooperation mit Spanien ein Flugzeugträger ähnliches amphibisches Kampfschiff.



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