Türkei baut exklusiv Industriezone in Katar – Doha bezahlt 2,5 Milliarden $

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Infolge der Blockade durch eine Reihe von Golfstaaten hat Katar beschlossen, eine eigene Industriezone im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar zu errichten und beauftragte türkische Investoren mit dem Bau der Anlagen in der Zone. Die Türkei will im großen Stil in die Zone investieren.

Die katarische Regierung will, dass das Projekt von der Türkei durchgeführt wird. Die Unterstützung Ankaras nach dem Wirtschaftsembargo der Golfstaaten gegen Katar führte zu diesem Milliardenprojekt.

Die katarische Regierung hat eine strategische Entscheidung getroffen, um ein weiteres Embargoproblem zu vermeiden, das zahlreiche Sektoren von der Nahrungsmittelindustrie bis zum Baugewerbe betraf.

Als Ergebnis der ersten Schritte in diese Richtung wird in Doha eine milliardenschwere Industriezone angelegt. In der Zone werden im Rahmen des Projektes fast 100 Anlagen in Betrieb genommen.

Die katarische Regierung hat beschlossen, dass die zu errichtenden Anlagen vollständig von türkischen Investoren gebaut werden.

Der Vorsitzende der Azra-Gruppe, Erkan Gül, der kürzlich den 5 Milliarden US-Dollar schweren Qatari-Fonds in die Türkei brachte, sagte, dass sich Doha derzeit in Gesprächen mit türkischen Unternehmen befindet. Die Unternehmen wollen in die Industriezone investieren.

Von den Fabrikhallen bis hin zu den Wohnhäusern der Mitarbeiter werde alles von türkischen Investoren übernommen, so Gül.“Katar hat die Unterstützung der Türkei nicht vergessen. Sie kennt die Wirtschaftskraft des Landes. Aus diesem Grund werden sowohl der Bau der 2,5 Milliarden Dollar teuren OIZ als auch die Fabrikinvestitionen vollständig von den Türken übernommen“, sagte Gül.

Gül wies darauf hin, dass sie in allen Bereichen der Industriezone investieren wollen, von den Baumaterialien über die Elektronik bis hin zu den Nahrungsmitteln und Reinigungsprodukten, die hergestellt werden müssen. Die Projektentscheidung sei vor anderthalb Monaten nach der Blockade durch Golfstaaten auf Katar getroffen worden.

„Während der Katar-Krise wurden die Operationen beschleunigt. Der Staat beschloss, nach dieser Krise eine eigene Produktion aufzubauen. Für dieses Projekt wurde in der Nähe von Doha ein sehr großes Gebiet zugewiesen“, sagte er.

Gül hob hervor, dass Katar beschloss, 70 Prozent der Investitionen von Unternehmen in die Industriezone zu fördern.

„Insgesamt werden 10.000 Menschen beschäftigt sein, alle kommen aus der Türkei. Außerdem werden die Konstruktion der OIZ, das Material, das dort verwendet werden soll, und die Wohnhäuser, in denen die Mitarbeiter wohnen werden, vollständig von türkischen Unternehmern gebaut“, sagte er.



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