Türkei marschiert in Syriens Idlib mit 25.000 Soldaten und Rebellen ein

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Die türkische Armee wird im Verbund mit syrischen Rebellen eine Offensive in der Rebellen-Hochburg Idlib starten, um einen Sicherheitskorridor gegen den syrischen al-Kaida-Ableger Hayat Tahrir al-Scham zu schaffen. Ankara möchte seinen Einfluss in Syrien nicht verlieren.

Bei den Astana-Friedensgesprächen zu Syrien wurden am Donnerstag kritische Entscheidungen zur Rebellen-Hochburg Idlib gefällt, die vom syrischen al-Kaida-Ableger Hayat Tahrir al-Scham übernommen wurde.

In der Region Idlib werden Bodenkräfte, die unter Ägide der Garantiemächte Russland, Iran und der Türkei, die Sicherheit übernehmen. Das ist die zentrale Aussage, die aus Astana gekommen sein soll.

Türkische Truppen und alliierte syrische Rebellen, die mehrheitlich der Freien Syrischen Armee angehören, bereiten sich seit geraumer Zeit für eine Intervention gegen Hayat Tahrir al-Scham vor. Die regierungsnahe türkische Tageszeitung Yeni Safak schreibt am Freitag, dass die Verhandlungen in Kasachstan eine türkische Militärintervention bestätigt haben.

Türkische Truppen werden über die Yayladagi und Reyhanli Distrikte der Hatay-Provinz 35 bis 50 Kilometer tief in die syrische Provinz Idlib eindringen. Die Operationen starten noch diesen Monat, heißt es.

Die türkische Armee wird neben der Provinzhauptstadt auch Kontrolle über den Taftanaz-Flughafen und den höchsten Berg der Region, Dschabal Arbain, und andere strategische Punkte ausüben. Eine Karte, die unter Analysten auf Twitter viral ging, zeigt die Gebiete, die von der Türkei und syrischen Rebellen kontrolliert werden könnten in Grün an.

Von den strategischen Punkten Idlibs aus kann die türkische Armee den syrischen PKK-Ableger, PYD/YPG, in Afrin kontrollieren. Weitere Städte unter türkischer Kontrolle könnten Dschisr al-Schugur, Ariha, Maarat el-Numaan und Chanscheichun.

Es ist bislang unklar, was die russische, syrische und iranische Seite über diese Neuigkeiten halten. Regierungserklärungen gibt es über eine türkische Militärintervention bislang nicht.

Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Es starben seitdem rund 450.000 Menschen. Rund 11 Millionen Menschen wurden vertrieben.



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