Türkei bereitet Offensive gegen YPG in Syriens Afrin vor

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Die Türkei ist bereit, eine grenzüberschreitende Militäroffensive auf das Kurden-Kanton Afrin in Nordwestsyrien zu starten, das vom PKK-Ableger YPG kontrolliert wird. Das sagte der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin am Donnerstag.

In einem Live-Interview sagte Kalin, die Türkei wird eine Operation gegen die kurdische YPG-Miliz durchführen, wenn sie ihre nationale Sicherheit bedroht sieht.

„Wir können eingreifen, wenn nötig, alle Vorbereitungen für eine grenzüberschreitende Operation sind abgeschlossen“, betonte der Präsidentensprecher.

Während spekuliert wird, dass Ankara durch Verhandlungen mit Moskau und Teheran einen Weg für eine Operation in Afrin finden könnte, verlässt sich die YPG auf die Hilfe der USA.

Trotz der im Laufe der Jahre wechselnden türkischen Bündnisse in Syrien ist die Haltung der türkischen Regierung konstant, die PKK-nahe Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihren militärischen Arm YPG an ihrer Südgrenze zu bekämpfen.

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Afrin dominiert seit langem die politische Agenda in Ankara. Die türkische Regierung scheint entschlossen, die YPG aus der strategisch wichtigen Stadt zurückzudrängen. Die türkische Tageszeitung Sabah schreibt unter Berufung auf Insiderquellen, die namentlich nicht genannt werden, dass Afrin an die Türkei übergeben werden könnte. Ankara müsse aber erst in anderen Teilen Syriens konkrete Schritte unternehmen, damit der Kreml und Teheran zum Handeln veranlasst werden.

„Wenn die Türkei es schaffen kann, die Opposition davon zu überzeugen, sich aus einigen Gebieten im Süden zurückzuziehen, könnten der Iran und Russland über die türkische Übernahme von Afrin schweigen“, zitiert Sabah.

 



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