„Türkei wird Operationen gegen YPG in Afrin und Manbidsch durchführen“

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Dienstag gesagt, dass die Türkei ihre „Euphratschild“-Operation auf Syrien’s Afrin und Manbidsch ausweiten wird. Die Regionen werden von der PKK-nahen YPG-Miliz gehalten.

Während einer parlamentarischen Ansprache vor seiner regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) sagte Erdoğan, dass das türkische Militär seine Operation in den Regionen Afrin und Manbidsch fortsetzen wird.

„Es ist an der Zeit, das Projekt der separatistischen Organisation, das auf die Schaffung eines syrischen Terrorkorridors abzielt, vollständig zu zerstören. Wir werden den Schritt, den wir während der „Euphratschild“-Operation unternommen haben, vollenden, indem wir in Afrin und Manbidsch weitermachen“, sagte Erdoğan.

„Wir zielen es auf die Terrororganisationen ab, die auf uns angesetzt wurden, und setzen unsere Ansprüche auf dem Feld und auf dem Tisch durch“, fuhr Erdoğan fort.

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„Wir werden diesen Prozess abschließen, indem wir alle unsere Grenzen sichern“, fügte er hinzu und bezog sich dabei auf eine mögliche Afrin-Operation der türkischen Armee.

Im Rahmen von „Euphratschild“ befreite die türkische Armee gemeinsam mit der Freien Syrischen Armee 2.000 Quadratkilometer vom „Islamischen Staat“ entlang der türkisch-syrischen Grenze bis zur Stadt al-Bab. Außerdem wurde unterbunden, dass die kurdische PKK-Organisation über ihren syrischen YPG-Ableger von Kobane und Manbidsch auf Afrin vorrückt und die Türkei von arabischen Gebieten isoliert.

Jerusalem-Entscheidung

„Jerusalem war eines der wichtigsten Themen seit unserem letzten Treffen. Wir haben nach der diplomatischen Anstrengung, die wir unmittelbar nach der US-Entscheidung eingeleitet haben, schnell gearbeitet. Sie führte dazu, dass sich die muslimische Welt um eine Sache in einer eindringlichen Haltung versammelte. Es gibt Länder, die zögerlich handeln, wir wissen, wer sie sind. Aber die allgemeinen Aussichten sind ermutigend“, sagte Erdoğan in Bezug auf die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und seine Folgen.

Außenpolitik

Der Präsident sprach außerdem über seine Besuche in Afrika und Frankreich, um die bilaterale Zusammenarbeit und den Handel zu fördern.

„Unsere Jahresendbesuche in Afrika und Frankreich sind ein Beispiel für unsere vielseitige Politik. In der Vergangenheit war die Türkei gezwungen, eine abhängige und einseitige Politik zu verfolgen. Wir haben ein Expansionsprojekt gestartet, das sich über den ganzen Globus erstreckt. Wir haben intensive Anstrengungen unternommen, um unsere Beziehungen im Nahen Osten zu einem guten Ergebnis zu führen. Wir haben die Instabilität in Syrien und im Irak, die uns ins Visier genommen hat, zurückgewiesen“, sagte er.

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Kurdistan Referendum

Erdogan lobte auch die starke „Haltung“ der Menschen in der Osttürkei während des unrechtmäßigen Referendums der kurdischen Regionalregierung (KRG) im Nordirak im vergangenen September. Die Wahl wurde von der internationalen Gemeinschaft verurteilt.

Die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation gelistet – nahm im Juli 2015 ihre bewaffnete Kampagne gegen die Türkei wieder auf. Seitdem ist sie für den Tod von mehr als 1.200 türkischen Sicherheitskräften und Zivilisten verantwortlich, darunter eine Reihe von Frauen und Kindern.



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