Türkei renoviert 45 Moscheen in Jerusalem – Israel behindert Arbeit

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Eine türkische Organisation, die für den Schutz und Renovierung des osmanischen Erbes in Jerusalem beauftragt wurde, hat 45 alte Moscheen und 70 historische Gebäude in der heiligen Stadt renoviert. Das hat die Nachrichtenagentur Anadolu am 19. Juni berichtet.

Halis Mutli, ein Offizieller der türkischen Gesellschaft, sagte, dass es noch viel zu tun gebe. In der Altstadt von Jerusalem gebe es bis zu 4,000 historische Gebäude, die renoviert warden müssten. Er gab an:

„Israel plant, Jerusalem von Muslimen zu reinigen.“

Eigenen Angaben zufolge haben israelische Behörden der türkischen Organisation zahlreiche Hindernisse vor den Weg geworfen, die die Arbeit der Restauratoren systematisch behindern. Darunter fallen beispielsweise strikte Bauzeiten, zu denen ein Gebäude renoviert sein muss. Werden diese Vorgaben nicht berücksichtigt, zerstören israelische Behörden die Arbeiten kurzerhand, hieß es.

„Wir haben die Renovierung von Gebäuden vollendet, die Israel uns erlaubte, darunter die große Moschee in Haifa, die Teil des osmanischen Erbes ist“, sagte Mutlu. „Die israelische Regierung schrieb an uns vor vier Jahren ein Brief. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir die Moschee renovieren sollen, ansonsten werde sie zerstört“, informierte er weiter. „Wir haben sofort mit der Arbeit begonnen.“

Mutlu sagte, dass die israelischen Behörden allerdings auch zahlreiche historische palästinensische Häuser und Gebetsorte konfiszieren. Einige dieser Gebäude befänden sich in einem kläglichen Zustand. Diese müssten renoviert werden, aber die israelische Verwaltung erlaube das nicht. Fathia Qteeneh, der in einem dieser Häuser lebt, kommentierte:

„Fünf Familien leben in diesem baufälligen Haus. Wir haben kein Geld, um es zu renovieren und die Israelis wollten es uns abkaufen, aber wir lehnten ab. Wir haben von der türkischen Organisation gehört, die osmanisches Erbe renoviert. Sie fingen unmittelbar mit der Renovierung an. Wir danken ihnen vielmals und beten stets zu Gott, sie zu schützen.“

(Bildquelle: Wikimedia/ CC BY-SA 3.0)



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