Wegen Türkei: Saudi-Allianz mit Vereinigten Arabische Emiraten zerbricht

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Der kürzliche Besuch des türkischen Premierministers Binali Yildirim in Riad angesichts der verschärften Spannungen zwischen Ankara und Abu Dhabi hat die Differenzen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verschärft. Das kann zum Zusammenbruch der emiratischen Koalition mit den Saudis in Syrien und Jemen führen, schrieb eine arabische Tageszeitung am Samstag.

Quellen im arabischen Land wurden von der al-Rai al-Youm Zeitung zitiert, die berichten, dass sich die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in den letzten Monaten verdunkelt hätten, was Abu Dhabi die Möglichkeit eröffnete, sich aus der anti-jemenischen arabischen Koalition zurückzuziehen.

Die saudischen Quellen fügten laut der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Fars hinzu, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in bestimmten Fragen unterschiedliche Auffassungen haben, einschließlich des Krieges im Jemen und der Beziehungen zur Ikhwan al-Muslimoun-Gruppe (Muslimbruderschaft), während Riad und Ankara ihre Beziehungen verstärken.

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Die arabische Tageszeitung verriet auch, dass ein interner Kreis innerhalb der Führung in den Vereinigten Arabischen Emirate Beamte unter Druck setzt, die Koalition mit Saudi-Arabien zu schwächen, einen Ausweg aus dem Jemen-Krieg zu suchen und an stattdessen das Bündnis zwischen den VAE und Ägypten wiederzubeleben, um Saudi-Arabien und die Annäherung der Türkei zu konfrontieren.

Yildirim kam am Mittwoch in Riad an und traf sich mit dem saudischen König Salman sowie dem Kronprinzen und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman al-Saud.

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Saudi-Arabien führt seit März 2015 einen Krieg gegen die pro-iranischen Huthi-Rebellen in Jemen, um den Präsidenten Mansour Hadi, einen engen Verbündeten Riads, wieder an die Macht zu bringen. Die Saudi-geführte Militärkampagne hat bisher mindestens 15.300 Jemeniten das Leben gekostet, darunter starben hunderte von Frauen und Kindern.

Trotz der Behauptungen Riads, dass es die Positionen der Huthi-Kämpfer bombardiert, werden durch saudische Bomber auch Wohngebiete und zivile Infrastrukturen getroffen.

Der Cholera-Ausbruch im Jemen, der im April begann, hat inzwischen über 2.200 Todesopfer gefordert und rund eine Million Menschen infiziert. Berichten zufolge ist die Cholera-Epidemie im Jemen die größte in der modernen Geschichte.



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