Türkei unterstützt Mazedonien im Disput mit Griechenland

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Der türkische Premierminister hat beim Besuch des mazedonischen Premierministers betont, es sei falsch, dass Griechenland den offiziellen Namen Mazedoniens vor diktieren möchte. Mazedonien möchte seine Wirtschaftsbeziehung zur Türkei verdoppeln.

Auf einer gemeinsamen Konferenz mit dem mazedonischen Premierminister Zoran Zaev kritisierte Premier Binali Yildirim offen die Politik von Griechenland:

„Es ist falsch, dass ein anderes Land den Namen eines Landes bestimmt.“

Zaev lobte Ankaras Unterstützung in dieser Frage und verwies auf die Unterstützung von Präsident Recep Tayyip Erdogan und Yildirim:

„Die Republik Türkei befürwortet und unterstützt eine Lösung, die für beide Seiten geeignet ist. Wir wollen mit der Unterstützung unserer größten Freunde zu einer Lösung kommen, denn leider hat Griechenland dieses Problem seit 25 Jahren mit uns.“

Mazedonien und Griechenland streiten sich seit einem Vierteljahrhundert über den Namen der Balkan-Republik. Beide Länder verpflichteten sich, den Streit bis zum Sommer beizulegen. Griechenland sagt, der Name des Landes impliziert Ansprüche an seine eigene Provinz Mazedonien und will, dass diese geändert wird.

Der Streit hat Mazedonien bislang daran gehindert, der NATO beizutreten. Zaev sagte, die beste Lösung sei eine, die den Weg für die NATO- und EU-Mitgliedschaft Mazedoniens ebnen würde. Unter der mazedonischen Bevölkerung wird ein Mitglied in der NATO weitestgehend skeptisch beäugt.

Zaev unterstrich, dass Türken, die in Mazedonien leben, ihre Kultur und Sprache ungehindert pflegen dürfen.

Mit Blick auf den Handel mit der Türkei sagte der mazedonische Premierminister am Samstag:

„Mazedoniens Tür ist immer offen für türkische Unternehmen, die 10 Jahre lang steuerfrei investieren können.“

Zoran Zaev erklärte bei einem Geschäftsessen, das von der Türkischen Union der Kammern und Warenbörsen (TOBB) in der Hauptstadt Ankara veranstaltet wurde, dass das bilaterale Handelsvolumen von 475 Millionen Dollar auf eine Milliarde Dollar mehr als zu verdoppelt werden sollte.

Türkei und Mazedonien weiten Freihandelsabkommen aus

Mazedonien hat mehrere Investitionszonen mit bis zu 10-jährigen Steuerbefreiungen für Unternehmensgewinne, Arbeitseinkommen, Mehrwertsteuer, Zölle und andere, schreibt die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Zaev fügte hinzu:

„Wir decken auch einen Teil der Personalkosten. Wir laden als Premierminister, Minister und Parlamentarier türkische Geschäftsleute zur Zusammenarbeit ein.“

Die Freihandelszone Mazedoniens kann für türkische Geschäftsleute ein Tor zu Europa sein, betonte der Premier und fügte hinzu:

„Das Gebiet um Mazedonien hat ein hohes Potenzial, und es gibt Chancen vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Bauwesen und Energie.“

Zaev unterstrich, dass alle Unternehmen, die in Mazedonien investieren, als mazedonische Firmen angesehen werden.

Rund 100 türkische Geschäftsleute haben bisher in Mazedonien Investitionen im Wert von 1,2 Milliarden Euro getätigt, informierte Faik Yavuz, Vorstandsmitglied der TOBB. Er unterstrich, dass eine Reihe türkischer Unternehmer Machbarkeitsstudien über Investitionen in dem Land durchführen.

Eine Überarbeitung des Freihandelsabkommens von 2000 zwischen Mazedonien und der Türkei wird erwartet, betonte er und fügte hinzu:

„Wir erwarten die Unterstützung des mazedonischen Premierministers. Wir werden die Entwicklung Mazedoniens voll und ganz unterstützen.“

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