Gegen Griechenland: Türkei unterstützt Mazedonien im Namens-Streit

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Haltung Mazedoniens im  Streit mit Griechenland in Bezug auf den Namen des Landes unterstützt.

„Wir haben unsere Haltung deutlich gemacht, indem wir als erstes Land Mazedonien mit seinem verfassungsmäßigen Namen und seiner nationalen Identität anerkannt und einen Botschafter ernannt haben“, sagte Erdoğan während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem mazedonischen Amtskollegen Gjorge Ivanov in der türkischen Hauptstadt Ankara am Mittwoch.

Mazedonien wurde 1991 gegründet und 1993 in die Vereinten Nationen aufgenommen, doch wurde es unter dem vorläufigen Namen „Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien“ (FYROM) akzeptiert, da Griechenland den Namen Mazedonien ablehnte. Etwa 118 Länder, darunter auch die Türkei, erkennen Mazedonien derzeit unter seinem verfassungsmäßigen Namen an.

Griechenland akzeptiert den Namen Mazedoniens nicht, weil es im Norden eine gleichnamige Region hat. Griechenland argumentiert auch, dass die ehemalige jugoslawische Republik Ansprüche auf ihr Territorium und ihr historisches Erbe hat.

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Seit 2017 haben sich die Verhandlungen intensiviert, da die neue Regierung in Skopje einen Deal über ihren Namen mit Athen anstrebt, das ein Veto gegen die NATO- und EU-Mitgliedschaft der Balkan-Republik einlegt.

Ivanov bedankte sich bei Erdoğan für die „prinzipientreue Haltung“ der Türkei in der Namensfrage. Der mazedonische Präsident brachte auch seine Unterstützung für demokratisch gewählte türkische Behörden angesichts jeglicher Art von Terrorismus zum Ausdruck. Außerdem deuten Medienberichte darauf hin, dass die mazedonische Regierung ihrer Haltung gegenüber der Gülen-Bewegung ändert und künftig mit der türkischen Regierung gegen diese zusammenarbeitet. Ankara beschuldigt die Gülen-Bewegung, hinter dem gescheiterten Putschversuch 2016 zu stehen.



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