Beschlossen! Türkei startet eigenes Programm für Weltraumstarts

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Das Ministerium für Verkehr, maritime Angelegenheiten und Kommunikation bereitet sich auf die Entwicklung eines Weltraumstartsystems unter dem Namen „BURAK“ vor. Das Projekt, das 2018 anlaufen soll, wird die Abhängigkeit der Türkei von externen Satellitenstarts beenden.

Im Rahmen des Projekts sollen künftig Satellitenstartsysteme und -technologien im Inland entwickelt werden. Ziel ist es, die für Raumfahrtprojekte erforderliche Technologie zu entwickeln und ein Raumfahrtunternehmen zu gründen, das im Einklang mit den Zielen der Türkei für 2023 geplant ist. Ein vorrangiges Ziel ist es, die Türkei zu jenen Ländern aufsteigen zu sie, die unabhängig von ausländischer Unterstützung Zugang zum Weltraum haben.

In der Zwischenzeit trägt der Start des Projekts im Jahr 2018 der strategischen Bedeutung der Einführung von Technologien Rechnung, die zur Entwicklung der Türkei beitragen. Satellitenantriebe und die wichtigsten Teilkomponenten von Satelliten werden aus dem Ausland an die Türkei geliefert. Das Entwicklungsprojekt für ein Satellitenantrieb, kurz „ÜMIT“, soll diese Lücke füllen.

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Diese Systeme werden in den Kommunikations- und Beobachtungssatelliten der Türkei zum Einsatz kommen und die Abhängigkeit von außen verringern. Das Ministerium hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt bis 2023 abzuschließen.

Das türkische Ministerium für Verkehr, maritime Angelegenheiten und Kommunikation unterzeichnete einen Vertrag zur Zusammenarbeit mit der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA). Im Rahmen dieser Kooperation wurden auf dem japanischen Experimentiermodul KIBO auf der Internationalen Raumstation (ISS) Test- und Prüfprozesse initiiert, um die Weltraumqualifizierung von Materialien für die Entwicklung von Satelliten- und Raumfahrttechnologien zu ermöglichen.

Die in der Türkei entwickelte Ausrüstung für nationale Satelliten wurde Ende 2016 an die ISS vom Tanegashima Weltraumzentrum in Japan geschickt. Im April 2017 wurden Tests im Freifeld gestartet.

Die Ausrüstung wird 2018 in die Türkei zurückgebracht und die Testergebnisse werden ausgewertet. Dafür entwickelten die Generaldirektion für Luft- und Raumfahrttechnik des Ministeriums für Verkehr, maritime Angelegenheiten und Kommunikation sowie die Technische Universität Istanbul (ITU) ein kommunikationsfähigen Experimentalwürfel-Satellit (CubeSat). Der Satellit noch in diesem Jahr oder Anfang 2018 in den Orbit gebracht.

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