Türkischer Verteidigungsminister kündigt Militäroperation gegen YPG in Afrin an

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Die Türkei wird eine Militäroperation gegen die PKK-nahe kurdische YPG-Miliz in Syrien durchführen und alle Terror-Elemente aus Nordsyrien beseitigen, hat der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli am Freitag gesagt.

In einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender A Haber sagte Canikli, Russland habe der Türkei mitgeteilt, dass es seine militärischen Mittel aus der Region abziehen wird und die Gespräche zwischen den beiden Ländern über die bevorstehende Operation fortgesetzt werden.

Canikli sagte nicht, wann die Operation stattfinden würde, sondern dass die Behörden den besten Zeitpunkt für den Angriff ausarbeiten. Sie arbeiteten auch daran, mögliche Verluste für die türkischen Truppen zu minimieren, ohne Details zu nennen.

Der Minister informierte, die Türkei hat alle verfügbaren Informationen über die Anzahl der YPG-Kämpfer, ihre Waffensysteme und ihre Standorte und sei in der Lage, die Verteidigungssysteme der Terrorgruppe zu blockieren.

Der Minister kommentierte die jüngste Erklärung der USA über die Afrin-Operation und sagte, die Erklärung sei „taktischer Natur“. Sie ziele darauf ab, Verwirrung zu stiften und gleichzeitig psychologische Kriegsführung zu betreiben.

YPG-Miliz muss aus Manbidsch abziehen, wie von USA versprochen

Am Donnerstag rief die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, die Türkei dazu auf, von einer Militäroperation in Afrika gegen die YPG abzusehen und sich stattdessen auf den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ zu konzentrieren.

Nach der erfolgreichen siebenmonatigen Operation „Euphratschild“ in Nordsyrien, die im März 2017 endete, wird derzeit eine Operation in Afrin vorbereitet.

In Afrin befinden sich derzeit etwa 8.000 bis 10.000 YPG-Kämpfer nach Informationen, die von der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu gesammelt wurden.



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