US-Ratingagentur: Wirtschaft von Türkei wächst weit schneller

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Die internationale Ratingagentur Moody’s hat am Mittwoch ihre Wachstumsprognose der türkischen Wirtschaft für das gesamte Jahr 2017 deutlich hochgeschraubt. Demnach wird die Türkei nicht nur 2,6 Prozent wachsen, sondern 3,7 Prozent.

Die in den USA ansässige Agentur schrieb in ihrem Bericht „Globale Makroökonomische Aussichten“, dass sich die türkische Wirtschaft fortwährend verbesserte in der ersten Hälfte von 2017. Diese Entwicklung schließt sich der Erhöhung des Wachstums im letzten Quartal von 2016 an. Für das Jahr nimmt das Unternehmen an, dass die Türkei mit 3,2 Prozent wachsen wird.

Unter anderem hob Moody’s die Zahl der Touristen aus Russland und Israel hervor, Anreize wie Steuersenkungen und Darlehenseinlagen. Hinzu kommen wachsende Exporte in die Europäische Union. Das alles sind Gründe für das höhere Wachstum als erwartet.

Der Bericht bemerkt, dass innenpolitische Spannungen geringer wurden nach dem Referendum im April. Die türkische Lira stabilisierte sich nach den Fluktuationen Anfang des Jahres.

Nichtsdestotrotz bleibt die Prognose geringer als die Erwartungen der türkischen Regierung eines Jahreswachstums von 4,4 Prozent und der Ratingagentur Fitch. Diese prognostiziert ein Wachstum von 4,7 Prozent.

Das Durchschnittswachstum für G20-Ökonomien wird bei drei Prozent 2017 erwartet, während der Wert 2016 bei 2,6 Prozent lag.

Das erwartete Wachstum der USA für dieses Jahr wertete Moody’s von 2,4 Prozent auf 2,2 Prozent ab. Auf der anderen Seite wurden die Zahlen von China von 6,6 auf 6,9 Prozent hochgeschraubt. Frankreich ist ein weiterer Staat, bei dem Moody’s höheres Wachstum erwartet als zuvor. Die Prognose wurde von 1,3 auf 1,6 Prozent erhöht. Wachstumserwartungen für Indien, Saudi-Arabien und Südafrika wurden durchweg heruntergeschraubt.



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