USA zu PKK-nahe YPG: Nennt euch „Demokratische Kräfte Syriens“

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Die USA haben ihren Hauptverbündeten im syrischen Krieg dazu gedrängt, sich wegen Druck aus der Türkei umzubenennen. Aus der terroristischen YPG-Miliz, die der PKK nahe steht, wurden „Demokratische Kräfte Syriens“.

US-General Raymond Thomas, der die Spezialkräfte der USA anführt, sagte bei einer Sicherheitsveranstaltung am Freitag in Aspen Colorado, dass den sogenannten „Volksverteidigungseinheiten“ YPG dazu geraten wurde, den Namen der Organisation zu ändern. Das würde die benachbarte Türkei auf Distanz halten. Für Ankara ist klar, dass die YPG den syrischen Ableger der türkischen Terrororganisation PKK darstellt.

Laut Thomas nannte sich die PKK-nahe YPG kurze Zeit später tatsächlich um. Fortan nannte sie ihre Schirmorganisation „Demokratische Kräfte Syriens“, kurz SDF.

Besonders pikant ist, bei der Nutzungsempfehlung für „demokratisch“ im neuen Kampfnamen schmunzelte General Thomas und auch die Zuschauer amüsierten sich mit Gelächter.

Der Namenswechsel war notwendig, um die notwendige internationale Legitimität zu erhalten. Ihre Mutterorganisation, die PKK, wird von den USA, der EU und der Türkei als terroristische Vereinigung gelistet. Die YPG wird in Syrien als Handlanger der PKK und inzwischen der USA wahrgenommen. Ihr wird jeglicher Anspruch als vollwertiger Akteur am Tisch um die Zukunft Syriens von lokalen Akteuren aller Lager größtenteils verwehrt. Mit dem Namen „Demokratische Kräfte Syriens“ könnte der US-Sondergesandte zu Syrien Brett McGurk die YPG in diese Zukunftsdiskussionen einbinden, behauptete General Thomas.

„Man kann nicht zu [PKK-Führer] Abdullah Öcalan gehören und eine Chance auf Legitimität haben im Konstrukt, in dem wir drin sind“,sagte Thomas laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Anbei findet sich das gesamte Video der Veranstaltung in Aspen:

Die USA betrachten die „Demokratischen Kräfte Syriens“ als verlässlichsten Partner in syrischen Konflikt. Die Gruppe wird mit Waffen und US-Soldaten unterstützt. Gegenwärtig versucht die Kurden-Miliz die vom „Islamischen Staat“ gehaltene Stadt Rakka einzunehmen. Die USA unterhalten mindestens 8 Militärbasen und zwei Luftwaffenstützpunkte auf dem Gebiet der sich zumindest offiziell beschreibenden „sozialistischen“ Kurden-Miliz gebaut. Kritiker betrachten die „Demokratischen Kräfte Syriens“ als weiteren imperialistischen Schachzug der USA im Nahen Osten.

Westliche Sicherheitsquellen teilten Eurasia News mit, dass die USA keine sichtbare Militärpräsenz im Irak mehr unterhalten können. Das geht auf innenpolitische Spannungen im Land zurück. Auch die Türkei knüpft US-Operationen von türkischem Boden an politische Kompromisse. Syrien hingegen ist ein zerfallendes Land. Die YPG wird von fast allen regionalen Akteuren gemieden und isoliert. Das ist für die USA die perfekte Grundlage, einen willigen Vasallen im Nahen Osten zu gewinnen, der keine Ansprüche stellt.



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