Westen bleibt stumm: Armenische Armee tötet 2 Zivilisten in Aserbaidschan

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Am Montagabend hat die armenische Armee mit Artilleriefeuer Aserbaidschans Fizuli-Region angegriffen. Bei der Bombardierung eines Dorfes starben ein zweijähriges Kind und eine Frau.

Die armenische Armee brach vergangene Nacht den bestehenden Waffenstillstand mit Aserbaidschan aus dem Jahr 1994. Dabei tötete die armenische Seite, die das Gebiet Berg-Karabach besetzt, zwei aserbaidschanische Zivilisten.

Aserbaidschanische Sicherheitskräfte fotografierten Mörserteile, die im Dorf Alkhanli landeten. (Bildquelle: Trend)

Mit schweren Mörsern und Granatenwerfern wurde das Dorf Alkhanli in der Fizuli-Grenzregion unweit des Berg-Karabach-Gebiets beschossen. Beim Beschuss, womöglich durch Splitter von Mörsers, kamen die Bewohner des Dorfes ums Leben, darunter ein zweijähriges Kleinkind und die Großmutter. Eine weitere Person wurde verletzt. Die Frau musste im Krankenhaus operativ behandelt werden.

Laut dem Verteidigungsministerium in Baku erwägen die Streitkräfte von Aserbaidschan Vergeltungsmaßnahmen, schreibt die russische Nachrichtenagentur Sputnik.

Aserbaidschan hielt internationale Institutionen wie die Minsker-Gruppe der OSZE dazu an, die Aggression zu ahnden. Die Minsker-Gruppe erklärte in einer öffentlichen Mitteilung, dass „alle Seiten des Konflikts militärische Aktivitäten“ einstellen sollen.

Der Pressesprecher des aserbaidschanischen Außenministeriums Hikmat Hajiyev nannte den armenischen Beschuss einen „Akt des Vandalismus“, der die „terroristische Natur Armeniens beweist“. Demnach griff Armenien das aserbaidschanische Dorf „mit Absicht“ an.

Türkei stellt sich auf die Seite seines aserbaidschanischen Brudervolkes

Immer wieder kommt es zu militärischen Zwischenfällen an der Grenze zwischen Aserbaidschan und der Berg-Karabach-Region. Nicht selten geraten Zivilisten ins Kreuzfeuer.

Im Gespräch mit der staatlichen aserbaidschanischen Nachrichtenagentur APA sagte ein namentlich nicht genannter Anwohner des Alkhanli Dorfes mit Blick auf den Angriff am Montagabend:

„Armenien wird uns niemals mit dem Tod einschüchtern können. Wir lebten hier und werden auch hier leben. Wir werden auf unserem Land sterben. Der Tod der Zivilisten ist ein Verbrechen.“

Der administrative Verwaltungschef der Fizuli Region Ali Aliyev betonte auf Anfrage des Nachrichtenportals Milli.az, dass die Grenzregion abgesehen der militärischen Zwischenfälle stabil ist.

Am Dienstag stellte sich die Türkei demonstrativ auf die Seite seines türkischen Brudervolkes im Kaukasus. Das Außenministerium in Ankara kritisierte den armenischen Angriff scharf. Aus der Stellungnahme geht hervor:

„Wir wünschen unseren aserbaidschanischen Brüdern, die ihr Leben bei dem verräterischen Angriff verloren Gottes Barmherzigkeit und übermitteln ihren Familien unser Beileid.“

Der Berater des iranischen Parlamentssprechers Ali Laridschani sagte der Nachrichtenagentur Trend am Dienstag, es kann nicht sein, dass Zivilisten „Machtdisputen zum Opfer fallen“.

Das Verteidigungsministerium der international nicht anerkannten Berg-Karabach-Region sagte zur selben Zeit, dass die aserbaidschanischen Streitkräfte einen Artilleriebeschuss der Siedlungen Berg-Karabachs unternommen hätten. Dabei soll das US-Raketenwerfersystem TR-107 zum Einsatz gekommen sein, schreibt die Nachrichtenagentur Sputnik.



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