Wirtschaft: Sandschak wird zur Brücke zwischen Serbien und Türkei

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Während sich die politischen Beziehungen zwischen der Türkei und Serbien verbessern, beabsichtigt die türkische Wirtschaft verstärkt in die muslimisch geprägte Region Serbiens, Sandschak, zu investieren. Das sagte der türkische Botschafter zu Belgrad Tanju Bilgic bei einem Besuch in der muslimischen Region.

Bilgic traf sich mit Bürgermeister Nihat Bisevac in Novi Pazar, die größte Stadt in der Sandschak-Region. Der Botschafter sagte, dass Sandschak die Rolle einer Brücke zwischen der Türkei und Serbien einnehmen kann, deren Beziehungen sich seit Jahren verbessern.

Der türkische Landwirtschaftsminister Faruk Celik sagte am 28. Februar über Serbien:

„Die Sandschak-Region in Serbien ist eine Brücke zwischen unseren Ländern. Das bilaterale Handelsvolumen 2016 betrug 870 Millionen US-Dollar. Unser Ziel ist es, das Volumen in kürzester Zeit auf eine Milliarde US-Dollar anzuheben. Ebenso wollen wir unseren Landwirtschaftssektor in Serbien stärken.“

Islam hat eine lange Geschichte in der Region. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Religion in der serbischen Provinz verwurzelt, als osmanische Türken große Teile Südosteuropas begannen einzunehmen. Zahlreiche lokale Slawen und Albaner nahmen nach Jahrhunderten Seite an Seite mit Türken den Islam an. Der türkische Botschafter sagte, dass er sich nicht fremd fühlt, wenn er im Sandschak ist. Er sieht enge kulturelle und historische Ähnlichkeiten zwischen der Region Sandschaks und der Türkei. Bilgic bemerkte, dass die Türkei interessiert ist, das wirtschaftliche Engagement im Sandschak zu erhöhen.

In der Stadt Raska nahm der Botschafter aus der Türkei an einer Grundschuleröffnung teil. Die Schule wurde von der türkischen Entwicklungshilfeorganisation TIKA renoviert.

Der Bürgermeister von Raska Ignjat Raketic dankte TIKA für die Renovierung der Schule, die ursprünglich vor 54 Jahren errichtet wurde. Raketic drückte auch seinen Wunsch aus, weitere Projekte von TIKA in den nächsten Jahren in Serbien erleben zu dürfen.

Der verantwortliche Koordinator von TIKA in Belgrad Mehmet Bayrak gab bekannt, dass das Institut seit Beginn seiner Tätigkeiten über 58 Bildungsprojekte umsetzte. Neue Projekte werden folgen.

In der Sandschak-Region leben rund 250.000 serbische Bürger mit einer mehrheitlich muslimisch-slawischen Identität.



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