Russland: Kurden-Miliz PYD/YPG nicht zu Syrien-Friedenskongress eingeladen

0

Die Türkei hat ihr Veto gegen die Beteiligung der PKK-nahen Kurden-Miliz PYD/YPG an einem geplanten syrischen Nationalen Dialogkongress im Schwarzmeer-Ressort Sotschi eingelegt. Der russische Sondergesandte bestätigte, dass die Kurden-Organisation nicht an den Friedensgesprächen teilnehmen wird. 

Türkische Beamte, die Astana besuchten, um den anstehenden Kongress in Sotschi mit russischen und iranischen Amtskollegen zu besprechen, bekräftigten die Haltung der Türkei zu diesem Thema, so diplomatische Quellen, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen. Der Nationale Dialogkongress ist für den 29. Januar anberaumt.

Der russische Präsident Wladimir Putin möchte Moskaus Militärintervention in Syrien in eine politische Lösung ummünzen, die strategische Interessen Russlands berücksichtigt.

Die vorläufige Liste der Teilnehmer des künftigen syrischen Nationalen Dialogkongresses in Sotschi umfasst „eine große Zahl“ von Kurden, aber keine Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD), sagte der Sondergesandte des russischen Präsidenten für Syrien Aleksandr Lavrentiev gegenüber Interfax, wie Medien am Freitag zitieren. Er bestätigte gegenüber Reportern:

„Die Teilnahme der PYD ist für das Erste nicht vorgesehen.“

„Wir haben versucht, eine möglichst breite Präsenz der Kurden zu gewährleisten, ohne dass unsere türkischen Kollegen eine Ablehnung erlitten haben“, erklärte Lavrentiev weiter.

„Sie arbeiten für USA“ – Assad nennt kurdische YPG-Miliz „Verräter“

Putin führte Telefongespräch mit Erdogan

Putin, der letzte Woche den teilweisen Abzug russischer Truppen aus Syrien angeordnet hatte, hat am Freitag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefonisch über den Friedensprozess gesprochen.

Laut einem Bericht der russischen Tageszeitung Nesawissimaja Gaseta zeigten die bilateralen und multilateralen Konsultationen in Astana am 21. Dezember erneut, dass die Türkei und der Iran gegen PYD/YPG sind. In einem seltenen Bericht wird auch Teherans Ablehnung gegen die Kurden-Organisation bestätigt.

Idlib-Region: Türkei kooperiert eng mit Russland in Syrien

Die türkischen Behörden haben wiederholt erklärt, dass sie die Anwesenheit PKK naher Gruppen bei den Gesprächen zu Syrien ablehnt. Damit meint Ankara die YPG-Miliz und ihren politischen Arm PYD. Die Organisation wird von der Türkei als syrischer Ableger der PKK angesehen, die seit über 30 Jahren einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat führt. Ankara und zahlreiche westliche Staaten listen die PKK als terroristische Vereinigung.

Die achte Runde von Friedensgesprächen zur Beendigung des Syrien-Konflikts begann am Donnerstag in Kasachstans Hauptstadt Astana und endet am Freitag.

Den Vorsitz der türkischen Delegation führt der stellvertretende Unterstaatssekretär des Außenministeriums, Sedat Önal, während Alexander Lavrentiev, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Syrien, seine Delegation leitet und der stellvertretende Außenminister Hossein Jaberi Ansari die iranische Delegation leitet.

An den Gesprächen nehmen auch Vertreter der syrischen Regierung, bewaffnete Oppositionsgruppen sowie Delegationen der Vereinten Nationen, Jordaniens und der USA teil.

Russlands Geheimnis für Erfolg in Syrien: Söldner-Unternehmen Wagner



Share.

Nehme dazu Stellung!